Es ist immer wieder spannend, etwas Neues auszuprobieren. Ich streife gerne durch Online Plattformen wie Instagram und Pinterest um mich dabei inspirieren zu lassen. Die Ideen und Arbeiten von anderen finde Ich sehr spannend und ich bin begeistert, was alles entstehen kann. Egal ob mit professionellem Studio samt Riesenbudget oder auch als Hobby zu Hause.

Erster Schritt: Finde die richtige Perspektive!

Und so fielen mir auch immer wieder diverse Arbeiten zum Thema „Miniaturfotografie“ oder auch „Dioramen“ auf. Die Leidenschaft, mit welcher die Künstler ans Werk gehen und der zum Teil hohe Grad an Details ist oftmals bereits verblüffend. Das Ganze dann aber auch noch fotografisch umzusetzen, begeistert bei jedem Werk aufs Neue.

Warum also nicht auch mal selber ein wenig Herumprobieren?
Das erste Model ist auch schnell gefunden: Ein VW Bus soll in naher Zukunft für Fotos zur Verfügung stehen. Bei den Details gibt es sicherlich bereits hier bessere „Modelle“ aber zum ausprobieren ist das Preis-/Leistungsverhältnis hervorragend. Und das äußere Erscheinungsbild ist insgesamt sehr genau und ordentlich.

Der Hintergrund sollte ins Gesamtbild passen.

Was bei den Originalen mittlerweile bereits sehr gut klappt, stellt mich bei den kleinen Nachbildungen dann doch vor das erste Rätsel: Warum sehen fast alle meine ersten Versuche nach Spielzeug aus?!? Nun ja, es könnte in erster Linie daran liegen, das es sich um Spielzeug oder Modelle handelt. Aber da muss noch mehr sein. Eine kurze Recherche und ein weiterer entscheidender Faktor kommt ans Licht: Die Perspektive!
Auch hier gilt es also, auszuprobieren, was gefällt bzw. realistisch aussieht. Gar nicht so einfach, wenn bisherige Modelle immer größer waren als man selbst und ich hier aufpassen muss, das Fahrzeug nicht zu zertreten. Ich komme mir vor wie Gulliver!
Also runter auf den Boden und versuchen, das ganze möglichst originalgetreu aussehen zu lassen.
Achtung: Wer mit solchen winzigen Fahrzeugen arbeitet und dabei im öffentlichen Raum auf dem Boden liegt, sollte sich nicht wundern, wenn er das Interesse einiger Vierbeiner auf sich zieht. Regel Nummer eins: Nicht die Kamera vor Schreck wegwerfen, wenn man überraschend abgeschleckt wird!

Auch in der Wohnung gelingen tolle Bilder.

Man kann bei diesem Thema recht schnell alles um sich herum vergessen. Das wird vor allem dann schwierig, wenn man eigentlich nur mal kurz zum Eis essen gehen wollte. Aber man braucht die Zeit auch. Die Suche nach Hintergründen, die passende Perspektive und natürlich auch die „Gestaltung“ der Szenerie sind doch zeitintensiv. Man entdeckt Kleinigkeiten wie Gräser, Blätter oder Spinnweben und auch die ein oder andere Ameise musste vom Set ferngehalten werden.
Bei meinen Recherchen im Netz fand ich Künstler, welche die Szenerie komplett in Eigenregie selbst anfertigten, inkl. Kunstschnee, Treppenstufen im Fels oder einem „Tuning“ des Fahrzeuges. Was dann im Nachgang noch durch die Arbeit mit Photoshop entstand machte mich zum Teil sprachlos ①.

Oder man nimmt einfach das Modell, stellt es ins Gras oberhalb irgendwelcher Klippen in England und wartet auf den Sonnenuntergang ②. Die Arbeitsschritte hierbei sind simpler aber das Ergebnis ist ebenfalls umwerfend! Es muss also nicht immer Highend sein. Kunst ist, was Du daraus machst heisst es ja so schön.

Sicher sind meine ersten Versuche noch nicht perfekt, aber wer entscheidet denn über Erfolg oder Misserfolg? In diesem Fall doch sicher als erstes ich selbst! Und mir gefallen die ersten Versuche schonmal sehr gut. Ich werde also immer mal wieder versuchen, ein paar Aufnahmen zu machen und wer weiss, vielleicht erweitert sich ja irgendwann auch mal der Fuhrpark etwas.

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Hernandez Dreamfography


Practical Photography

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Gib mir meine Kamera und einen Kaffee und mein Tag ist gerettet! Leidenschaftlicher Fotograf, Bildjournalist und Kaffeeliebhaber.

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